Anzeigen

 

Haus Moriah Josef-Kentenich-Institut (JKI) Kentenich-Akademie KA - Vierte Einheit

JKI Kentenich-Akademie

Abschluss der Kentenich-Akademie

Mit dem vierten Treffen am 15.-17. Juni ging die Kentenich-Akademie 2007/8 zu Ende. Dieses letzte Treffen stand unter dem Thema: „Christ sein – Welt gestalten. Impulse für eine lebendige Kirche“. Anders als in den ersten drei Treffen, in denen mit dem Vorsehungsglauben, dem Liebesbündnis und dem neuen Menschen drei typisch schönstattische Themenbereiche im Vordergrund standen, ging es mit dem Kirchenbild und der Sendung, als Christ die Welt gestalten, eher um scheinbar allgemeinere Themen. Und doch waren diese Inhalte für Pater Kentenich von gleich wichtiger Bedeutung wie die anderen Themen. Am Schlusstag des Zweiten Vatikanischen Konzils entwarf er am 8.12.1965 in einem Vortrag in Rom seine Vorstellung einer Kirche am neuen Ufer, die letztlich ein Spiegelbild der neuen Gemeinschaft ist, in der der neue Mensch lebt. Als solcher lebt er zudem nicht für sich, sondern er ist gesandt, diese Welt (und nicht nur die Kirche) zu gestalten. Referenten dieses Treffens waren wie beim letzten Mal Ordinariatsdirektorin Fr. Dr. Gertrud Pollak, Mainz, und Generalrektor Dr. Peter Wolf, Berg Moriah.

Nachdem am Freitagabend alle wohlbehalten eingetroffen waren, stand am Samstagmorgen am Beginn der inhaltlichen Arbeit die Frage nach den eigenen Kirchenerfahrungen und Kirchenträumen, die die Teilnehmer bewegen. Anschließend schlug Dr. Wolf den Bogen, indem er die Kirchenerfahrungen Pater Kentenichs ins Wort fasste, beginnend mit den positiven Erfahrungen der Kindheit über die leidvollen Erfahrungen der Exilszeit bis hin zum Aufbruch des Konzils. Anschließend konnten die Teilnehmer Pater Kentenich im Originalton zuhören. Von einer CD wurde ein Teil des Vortrags vom 8.12.1965 vorgetragen, in dem er grundlegende Elemente seines Kirchenbilds ausführte. Die Einzelarbeit an ausgewählten Texten und der sich anschließende Austausch im Plenum vertieften das Thema.

Dieser Austausch wurde am Nachmittag fortgesetzt. Fr. Dr. Pollak führte zudem mit ihrem Referat „Glaube, der die Welt liebt“ das Thema weiter, indem sie aufzeigte, wie die Kirche nach Kentenich die Seele von Welt und Kultur sein soll.

Im Anschluss daran ging es nach Berg Schönstatt, wo zunächst Dr. Wolf in der Beichtkapelle der Anbetungskirche mit einem persönlichen Zeugnis die Teilnehmer auf die weitere Zeit einstimmte. Er griff die Erfahrung auf, was es heißt, in der „nachkentenichschen“ (in Analogie zur nachpfingstlichen) Zeit zu leben. Wie kann die Beziehung zu Pater Kentenich vertieft werden, ohne ihn persönlich kennen gelernt zu haben? Im Anschluss daran waren die Teilnehmer zu einer stillen Zeit am Sarkophag Pater Kentenichs eingeladen, in der sie ihm einen persönlichen Brief schreiben konnten, was sie in einer ausgesprochen dichten Atmosphäre auch gerne taten.

Nach einer Eucharistiefeier auf Berg Moriah klang der Samstag in einem Grillabend aus, wobei die Zeit genutzt wurde, weitere Gespräche rund um Schönstatt zu führen.

Der Sonntagmorgen war zugleich der Auswertung des vierten Treffens wie der gesamten Tagung gewidmet. Viele Teilnehmer machten deutlich, wie sich ihnen ein neuer Zugang zu den zentralen Anliegen Pater Kentenichs eröffnet hat und wie dankbar sie waren, mit den verschiedenen Referenten intensiv ins Gespräch gekommen zu sein. Der Leiter der Akademie, Dr. Bernd Biberger, wiederum betonte, dass gerade die Bereitschaft der Teilnehmer, sich offen und engagiert einzubringen und mit ihren Fragen, ihrer Kritik und ihren Anregungen nicht hinter dem Berg zu halten, dieser Akademie erst ihr Gesicht gegeben hat. Dieser Dank floss in die abschließende Eucharistiefeier ein.

Wie geht es weiter? Diese Frage, die schon auf der Akademie diskutiert worden ist, gilt es in den nächsten Wochen im Gespräch zwischen dem Jungen Schönstatt und dem Josef-Kentenich-Institut, aus deren Zusammenarbeit die Akademie gewachsen ist, zu beantworten. Viele der bisherigen Teilnehmer zeigten Interesse an weiteren Veranstaltungen. Von Interessierten, die nicht teilnehmen konnten, kamen schon Signale, eine zweite Akademie anzubieten.

Dr. Bernd Biberger

 
 

Seite drucken Seite versendenImpressum