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Haus Moriah Josef-Kentenich-Institut (JKI) KURS KENTENICH PASTORAL 2010 / 2011 Jahreskurs Kentenichpastoral 09-01

JKI Kentenich-Pastoral

Wenn aus einem Kurs ein Weg wird

Die vierte Einheit des Jahreskurses Kentenichpastoral

Am Sonntag, 8. März begann die Abschlusseinheit des Jahreskur-ses Kentenichpastoral mit einer Paulusvesper im Moriahheiligtum. Im Anschluss daran waren die Teilnehmer eingeladen, am Mori-ahbrunnen in zwei Gruppen gegeneinander ein Paulusspiel zu spie-len. Dazu hatte das Leitungsteam eine große Anzahl von Paulus-worten aus seinen Briefen bzw. aus der Apostelgeschichte zusam-mengestellt, die jeweils von einem Gruppemitglied pantomimisch oder grafisch dargestellt werden mussten.

Der erste volle Arbeitstag der Kurseinheit bestand aus einem ver-tieften Blick auf die je eigene pastorale Schriftrolle. Kurt Faulhaber erläuterte unter dem Stichwort „Laboratorium des Heiligen Geistes“ das Wahrnehmen und Deuten der Zeichen der Zeit und die Anwen-dung dessen auf die pastorale Arbeit. Im zweiten Teil des Vormit-tags und auch den Nachmittag hindurch fanden in Gruppengesprä-chen Vorstellung und Deutung der niedergeschriebenen Ereignisse in den Schriftrollen statt. Prof. Hubertus Brantzen hielt vor dem A-bendessen einen zusammenfassenden Impuls, in dem er fünf The-menfelder beleuchtete, in denen er aufzeigte, warum die Schriftrolle funktioniert. Dazu führte er psychologische, sozialpsychologische und spirituelle Gründe an. Anhand einer gemeinsamen Schriftrolle und am gesamten Kursgeschehen wies er die Tauglichkeit dieser Wahrnehmungsmethode für die Zeichen der Zeit und die Anwen-dung der Wahrnehmungen in der Pastoral nach.

Der Dienstag stand noch einmal unter dem Stichwort: Wahrnehmen der Zeichen der Zeit und die Anwendung dieser Beobachtungen auf das je eigenen pastorale Arbeitsfeld. Die Kursteilnehmer suchen in einer Einzelarbeit nach signifikanten Zeichen, bringen die ins Ple-num ein und suchen anschließend nach Konvergenzen. In einem weiteren Schritt werden diese Beobachtungen auf die eigene Arbeit angewandt und in der Schriftrolle nachgewiesen.

An Stelle der abendlichen Vesper haben Josef Treutlein und Tho-mas Knedelhans einen Pilgermarsch zum Land Kanaan gestaltet.

Mittwochvormittag stand die Aufmerksamkeit – aufgrund der Ereig-nisse rund um die Piusbruderschaft – beim Ereignis des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Kursleitung hat die Teilnehmer eingela-den, ihre Position im Verhältnis zum Konzil zu definieren. „Ich stehe zum Konzil, das bedeutet für mich …“

Nach einer Phase der Gruppenarbeit war Peter Wolf eingeladen, uns einen Impuls zu geben: P. Josef Kentenich und das Zweite Va-tikanische Konzil. Mit den Ergebnissen der Gruppengespräche und den Impulsen des Referates von Peter Wolf haben die Kursteil-nehmer das für den kommenden Tag geplante Gespräch mit Erzbi-schof Robert Zollitsch in Rom vorbereitet.

Am Nachmittag stand eine Auswertung des bisherigen Kursge-schehens auf der Tagesordnung. Dabei ist deutlich geworden, dass dieser Kurs eine Art und Weise die eigene pastorale Arbeit wahrzu-nehmen und zu gestalten initiiert hat, die nicht einfach mit dem Ab-schluss des Kurses zu Ende ist. Bei einem Reflektionstreffen des Leitungsteams im Mai sind alle Teilnehmer eingeladen, mitzuarbei-ten und ihre Erfahrungen einzubringen. Aus diesen Reflektionen soll der Generalleitung eine qualifizierte Rückmeldung gegeben werden und eine Perspektive eröffnet werden, wie diese Art von Kurs weitergeführt werden kann.

Für den Donnerstag stand ein Flug nach Rom auf dem Programm, um mit Erzbischof Zollitsch ein Gespräch zu führen, der den ganzen Kurs aufmerksam begleitet hat und mit seinen Impulsen wichtige Entwicklungen angestoßen hat. Das Treffen mit ihm fand in der Konzilsaula, dem Petersdom statt und hatte selbst ganz viel von „Konzilsatmosphäre“.

Diese vierte und vorerst letzte Kurseinheit endete am Freitag nach dem Frühstück.

Stefan Keller

 
 

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